Revi­si­ons­zu­las­sung – wegen eines Ver­sto­ßes gegen den kla­ren Inhalt der Akten

Die Rüge eines Ver­sto­ßes gegen den kla­ren Inhalt der Akten setzt die Dar­le­gung vor­aus, dass das Finanz­ge­richt sei­ner Ent­schei­dung einen Sach­ver­halt zugrun­de gelegt habe, der dem schrift­li­chen oder pro­to­kol­lier­ten Vor­brin­gen des Betei­lig­ten nicht ent­spre­che oder eine aus den Akten klar fest­ste­hen­de Tat­sa­che unbe­rück­sich­tigt gelas­sen habe1

Revi­si­ons­zu­las­sung – wegen eines Ver­sto­ßes gegen den kla­ren Inhalt der Akten

Die Akten­tei­le, die das Finanz­ge­richt nach Ansicht des Beschwer­de­füh­rers nicht berück­sich­tigt haben soll, müs­sen genau bezeich­net und die sich dar­aus erge­ben­den wesent­li­chen Tat­um­stän­de benannt wer­den2.

Dar­an fehl­te es im hier ent­schie­de­nen Streit­fall. Die Beschwer­de benennt zwar zwei Schrift­sät­ze; die­se befin­den sich indes bei­de nicht in den finanz­ge­richt­li­chen Akten des Streit­falls und sind des­halb nicht genau bezeich­net. Unab­hän­gig davon benennt die Klä­ge­rin auch nicht die sich dar­aus erge­ben­den wesent­li­chen Tatumstände.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 23. März 2021 – XI B 69/​20

  1. vgl. BFH, Beschluss vom 09.04.2014 – XI B 89/​13, BFH/​NV 2014, 1228, Rz 21, m.w.N.[]
  2. vgl. BFH, Beschluss vom 24.06.2014 – XI B 45/​13, BFH/​NV 2014, 1584, Rz 46[]