Rück­nah­me des Ein­spruchs – und ihr Wider­ruf

Die Rück­nah­me eines Ein­spruchs kann grund­sätz­lich nicht wider­ru­fen oder wegen Irr­tums ange­foch­ten wer­den.

Rück­nah­me des Ein­spruchs – und ihr Wider­ruf

Sie kann allen­falls in beson­ders gela­ger­ten Fäl­len unwirk­sam sein, wenn sie durch eine bewuss­te Täu­schung oder Dro­hung ver­an­lasst wor­den ist 1 oder durch eine bewusst fal­sche Aus­kunft oder mit­tels recht­lich offen­sicht­lich unzu­tref­fen­der Erwä­gun­gen ‑ins­be­son­de­re gegen­über rechts­un­kun­di­gen Steu­er­pflich­ti­gen- ver­an­lasst wor­den ist 2.

Die Unwirk­sam­keit der Rück­nah­me kann somit nur in kras­sen Fäl­len unzu­läs­si­ger Ein­wir­kung auf die Wil­lens­bil­dung des Steu­er­pflich­ti­gen gel­tend gemacht wer­den 3.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 9. Juni 2015 – III R 64/​13

  1. BFH, Beschluss vom 12.09.2014 – VII B 99/​13, BFH/​NV 2015, 161, Rz 34; BFH, Urteil vom 29.06.2005 – II R 21/​04, BFH/​NV 2005, 1964[]
  2. BFH, Urteil vom 01.09.1988 – V R 139/​83, BFH/​NV 1989, 206[]
  3. BFH, Urtei­le in BFH/​NV 2005, 1964, und in BFH/​NV 1989, 206, unter 1.b, m.w.N.[]