Sach­auf­klä­rungs­rü­ge in der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat noch­mals betont, wel­che Dar­le­gungs­er­for­der­nis­se für die Rüge eines Ver­fah­rens­man­gels gel­ten, das Finanz­ge­richt habe sei­ne aus § 76 Abs. 1 FGO resul­tie­ren­de Sach­auf­klä­rungs­pflicht ver­letzt:

Sach­auf­klä­rungs­rü­ge in der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de

Die Klä­ger müs­sen für die Rüge, das Finanz­ge­richt habe den Sach­ver­halt auch ohne ent­spre­chen­den Beweis­an­tritt von Amts wegen näher auf­klä­ren müs­sen, sub­stan­ti­iert dar­le­gen,

  • aus wel­chen ‑genau bezeich­ne­ten- Grün­den sich dem Finanz­ge­richt die Not­wen­dig­keit einer wei­te­ren Sach­auf­klä­rung (Beweis­erhe­bung) auch ohne ent­spre­chen­den Antrag hät­te auf­drän­gen müs­sen,
  • wel­che (ent­schei­dungs­er­heb­li­chen) Tat­sa­chen sich bei einer wei­te­ren Sach­auf­klä­rung vor­aus­sicht­lich erge­ben hät­ten,
  • inwie­fern eine wei­te­re Auf­klä­rung des Sach­ver­halts auf der Grund­la­ge des ‑ggf. auch unrich­ti­gen- mate­ri­ell-recht­li­chen Stand­punkts des Finanz­ge­richt zu einer ande­ren Ent­schei­dung hät­te füh­ren kön­nen und
  • war­um sie nicht von sich aus ‑in der münd­li­chen Ver­hand­lung- ent­spre­chen­de Anträ­ge gestellt oder das Unter­las­sen der Beweis­erhe­bung trotz im Ver­fah­ren schrift­sätz­lich gestell­ter Anträ­ge in sons­ti­ger Wei­se gemäß § 295 ZPO i.V.m. § 155 FGO gerügt haben 1.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 14. Febru­ar 2017 – VIII B 43/​16

  1. stän­di­ge Recht­spre­chung; vgl. BFH, Beschluss vom 18.03.2014 – V B 24/​13, BFH/​NV 2014, 1101, Rz 12[]