Schein­dar­lehn als mit­tel­ba­re Grund­stücks­schen­kung

Nicht mit Anschaf­fungs­kos­ten belas­tet und des­halb nicht anspruchs­be­rech­tigt (hier: eigen­heim­zu­la­gen­be­rech­tigt) ist, wer den für den Kauf eines bestimm­ten Grund­stücks vor­ge­se­he­nen Geld­be­trag vor dem Erwerb des Grund­stücks zuge­sagt und bis zur Til­gung des Kauf­prei­ses schenk­wei­se zur Ver­fü­gung gestellt bekommt.

Schein­dar­lehn als mit­tel­ba­re Grund­stücks­schen­kung

Ein Schein­ge­schäft liegt vor, wenn die Ver­trags­par­tei­en –offen­kun­dig– die not­wen­di­gen Fol­ge­run­gen aus einem Dar­le­hens­ver­trag bewusst nicht zie­hen, weil das Dar­le­hen von vorn­her­ein nicht zurück­ge­zahlt wer­den soll.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 7. Novem­ber 2006 – IX R 4/​06