Steu­er­be­ra­ter und Kir­chen­aus­trit­te

Ein Steu­er­be­ra­ter hat nach einem Urteil des Ober­lan­des­ge­richts Köln nicht die Pflicht, auf die Mög­lich­keit eines Kir­chen­aus­tritts und eine damit ver­bun­de­ne Steu­er­erspar­nis hin­zu­wei­sen.

Steu­er­be­ra­ter und Kir­chen­aus­trit­te

Die Pflicht des Steu­er­be­ra­ters zur umfas­sen­den Bera­tung über ver­meid­ba­re Steu­er­be­las­tun­gen fin­det ihre Gren­ze spä­tes­tens bei sol­chen Fra­gen, die eine höchst­per­sön­li­che Ent­schei­dung des Man­dan­ten vor­aus­set­zen. Es blei­be, so das OLG, allein Sache des Man­dan­ten, ohne frem­den Ein­fluss zu ent­schei­den, ob er der Mit­glied­schaft in einer Kir­che aus imma­te­ri­el­len Grün­den des Glau­bens, des Gewis­sens und des reli­giö­sen Bekennt­nis­ses oder dem mate­ri­el­len Inter­es­se an einer Erspar­nis der Kir­chen­steu­er den Vor­rang ein­räumt.

OLG Köln, Urteil vom 24.02.2005 – 8 U 61/​04