Steu­er­li­che Haf­tung – und der Gesamt­schuld­ner­aus­gleich

Nach § 44 Abs. 1 Satz 1 AO haf­ten Per­so­nen, die neben­ein­an­der die­sel­be Leis­tung aus dem Steu­er­schuld­ver­hält­nis schul­den oder für sie haf­ten, als Gesamt­schuld­ner. Die­se Vor­schrift gilt nicht nur zwi­schen meh­re­ren Steu­er­schuld­nern oder einer Mehr­zahl von Haf­ten­den, son­dern auch dann, wenn die Finanz­be­hör­de den einen als Steu­er­schuld­ner, den ande­ren dage­gen als Haf­tungs­schuld­ner in Anspruch neh­men kann [1].

Steu­er­li­che Haf­tung – und der Gesamt­schuld­ner­aus­gleich

Der Aus­gleich zwi­schen dem Steu­er­pflich­ti­gen und dem Haf­tungs­schuld­ner bestimmt sich daher gemäß § 426 Abs. 1 BGB. Nach die­ser Vor­schrift haf­ten Gesamt­schuld­ner im Ver­hält­nis zuein­an­der zu glei­chen Antei­len, sofern nichts ande­res bestimmt ist. Etwas ande­res iSv § 426 Abs. 1 BGB ist auch dann bestimmt, wenn sich eine abwei­chen­de Rege­lung des Innen­ver­hält­nis­ses aus der Natur der Sache ergibt [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 15. Okto­ber 2014 – XII ZR 111/​12

  1. BGHZ 120, 50 = NJW 1993, 585, 586 mwN[]
  2. BGHZ 120, 50 = NJW 1993, 585, 586[]