Steu­er­li­che Ver­tre­ter­haf­tung trotz Auf­rech­nungs­mög­lich­keit

Eine Ver­tre­ter­haf­tung nach den § 191 Abs. 1, §§ 69 und 35 AO ist nicht des­halb aus­ge­schlos­sen, weil die Finanz­be­hör­de das Bestehen einer Auf­rech­nungs­la­ge ver­kannt hat.

Steu­er­li­che Ver­tre­ter­haf­tung trotz Auf­rech­nungs­mög­lich­keit

Ein in einer recht­lich mög­li­chen, aber vom Finanz­amt ver­säum­ten Auf­rech­nung etwaig zu sehen­des Mit­ver­schul­den des Finanz­am­tes wäre nicht auf der Tat­be­stands­ebe­ne, son­dern aus­schließ­lich im Rah­men des Ent­schlie­ßungs­er­mes­sens zu berück­sich­ti­gen 1.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 11. Novem­ber 2015 – VII B 69/​15

  1. BFH, Urteil vom 23.04.2014 – VII R 28/​13, BFH/​NV 2014, 1489, m.w.N.[]