Steu­er­recht­li­ches Ver­wer­tungs­ver­bot bei Beleh­rungs­män­geln wäh­rend einer Außen­prü­fung?

Bei Beleh­rungs­män­geln wäh­rend einer Außen­prü­fung besteht nach Ansicht des Bun­des­fi­nanz­hofs gleich­wohl grund­sätz­lich kein steu­er­recht­li­ches Ver­wer­tungs­ver­bot.

Steu­er­recht­li­ches Ver­wer­tungs­ver­bot bei Beleh­rungs­män­geln wäh­rend einer Außen­prü­fung?

Ins­be­son­de­re führt eine Ver­let­zung der in § 393 Abs. 1 Satz 4 AO ange­ord­ne­ten Beleh­rungs­pflicht nach stän­di­ger höchst­rich­ter­li­cher Recht­spre­chung nicht dazu, dass ermit­tel­te Tat­sa­chen im Besteue­rungs­ver­fah­ren einem Ver­wer­tungs­ver­bot unter­lie­gen [1].

Erst recht muss die­se Beur­tei­lung für die Ver­let­zung des § 10 Abs. 1 Satz 3 BpO 2000 gel­ten, da es sich her­bei ledig­lich um eine ‑die Gerich­te grund­sätz­lich nicht bin­den­de- Ver­wal­tungs­vor­schrift han­delt.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 8. Janu­ar 2014 – X B 112/​13; X B 113/​13

  1. aus­führ­lich BFH, Urteil vom 23.01.2002 – XI R 11/​01, BFHE 198, 7, BStBl II 2002, 328; aus jün­ge­rer Zeit noch­mals BFH, Beschluss vom 19.12 2011 – V B 37/​11, BFH/​NV 2012, 956[]