Steu­er­rück­for­de­rung bei Organ­schaf­ten

Hat das für die Besteue­rung der Organ­ge­sell­schaft zustän­di­ge Finanz­amt den Umsatz­steu­er­erstat­tungs­be­trag nicht an die Organ­ge­sell­schaft, son­dern an das für die Organ­trä­ge­rin zustän­di­ge FA –zuguns­ten des Steu­er­kon­tos der Organ­trä­ge­rin– über­wie­sen, und ist die­ser Betrag dort mit Umsatz­steu­er­schul­den der Organ­trä­ge­rin ver­rech­net wor­den, so stellt die Über­wei­sung des Erstat­tungs­be­trags kei­ne Leis­tung des für die Organ­ge­sell­schaft zustän­di­gen Finanz­am­tes an die Organ­trä­ge­rin dar und löst folg­lich auch kei­nen Rück­for­de­rungs­an­spruch die­ses Finanz­am­tes gegen­über der Organ­trä­ge­rin aus.

Steu­er­rück­for­de­rung bei Organ­schaf­ten

Die Über­wei­sung eines Geld­be­trags von einem Finanz­am­tes an ein ande­res Finanz­amt –zuguns­ten des Steu­er­kon­tos eines dort ver­an­lag­ten Steu­er­pflich­ti­gen– kann nicht wie die Zah­lung eines Drit­ten auf eine frem­de Schuld behan­delt wer­den, hat also kei­ne unmit­tel­ba­re Til­gungs­wir­kung.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 16. Dezem­ber 2008 – VII R 7/​08