Über­lan­ge Betriebs­prü­fun­gen – und der Bil­lig­keits­er­lass von Zin­sen

Eine ver­zö­ger­te Bear­bei­tung des Steu­er­falls ist grund­sätz­lich nicht geeig­net, eine abwei­chen­de Zins­fest­set­zung aus Bil­lig­keits­grün­den zu begrün­den 1.

Über­lan­ge Betriebs­prü­fun­gen – und der Bil­lig­keits­er­lass von Zin­sen

Ob in einem bestimm­ten Ein­zel­fall davon Aus­nah­men zu machen sind, hängt von den kon­kre­ten Lebens­um­stän­den die­ses Fal­les ab 2. All­ge­mei­ne Aus­sa­gen von grund­sätz­li­cher Bedeu­tung kön­nen dann aber regel­mä­ßig nicht getrof­fen wer­den 3.

Im Übri­gen sind die all­ge­mei­nen Rechts­grund­sät­ze, nach denen ein Bil­lig­keits­er­lass von Zin­sen in Betracht kommt, durch eine Viel­zahl von Ent­schei­dun­gen des BFH hin­rei­chend geklärt 4.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 30. Sep­tem­ber 2015 – I B 62/​14

  1. vgl. BFH, Beschluss vom 26.07.2006 – VI B 134/​05, BFH/​NV 2006, 2029; BGH, Urteil vom 21.10.2009 – I R 112/​08, BFH/​NV 2010, 606, m.w.N.[]
  2. vgl. BFH, Beschluss vom 11.03.2014 – X B 45/​13, BFH/​NV 2014, 826[]
  3. BFH, Beschluss in BFH/​NV 2014, 826[]
  4. vgl. Klein/​Rüsken, a.a.O., § 233a Rz 50 ff., mit zahl­rei­chen Nach­wei­sen aus der Recht­spre­chung[]