Unzu­läs­sig­keit der Kla­ge – man­gels Anga­be der ladungs­fä­hi­gen Anschrift des Klä­gers

Man­gels Anga­be der ladungs­fä­hi­gen Anschrift des Klä­gers ist die Kla­ge als unzu­läs­sig abzu­wei­sen.

Unzu­läs­sig­keit der Kla­ge – man­gels Anga­be der ladungs­fä­hi­gen Anschrift des Klä­gers

Nach § 65 Abs. 1 Satz 1 FGO muss die Kla­ge u.a. den Klä­ger, den Beklag­ten und den Gegen­stand des Kla­ge­be­geh­rens bezeich­nen.

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des BFH gehört zur Bezeich­nung des Klä­gers vor­be­halt­lich beson­de­rer Umstän­de die Anga­be des tat­säch­li­chen Wohn­orts als ladungs­fä­hi­ger Anschrift, und zwar auch dann, wenn der Klä­ger durch einen Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten ver­tre­ten ist 1.

Nach § 65 Abs. 2 Satz 2 FGO kann das Finanz­ge­richt dem Klä­ger für die Ergän­zung der Kla­ge eine Frist mit aus­schlie­ßen­der Wir­kung set­zen, wenn es an einem der in § 65 Abs. 1 Satz 1 FGO genann­ten Erfor­der­nis­se fehlt.

Im vor­lie­gen­den Fall hat­te sich das Finanz­ge­richt in für den Bun­des­fi­nanz­hof nicht zu bean­stan­den­der Wei­se davon über­zeugt, dass die Klä­ger an kei­ner der in der Kla­ge­schrift ange­ge­be­nen Adres­sen tat­säch­lich wohn­ten. Die von dem Finanz­ge­richt gesetz­te Aus­schluss­frist zur Ergän­zung der Kla­ge ist frucht­los ver­stri­chen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 4. Mai 2016 – V B 108/​15

  1. vgl. BFH, Urtei­le vom 28.01.1997 – VII R 33/​96, BFH/​NV 1997, 585; vom 11.12 2001 – VI R 19/​01, BFH/​NV 2002, 651; vom 17.06.2010 – III R 53/​07, BFH/​NV 2011, 264; BFH, Beschlüs­se vom 07.12 2007 – VII S 17/​07 (PKH), BFH/​NV 2008, 589; vom 20.12 2012 – I B 38/​12, Rz 3; vom 30.06.2015 – X B 28/​15, BFH/​NV 2015, 1423, Rz 11[]