Umsatz­steu­er­freie Ernäh­rungs­be­ra­tung

Führt ein Dipl.-Oecotrophologe (Ernäh­rungs­be­ra­ter) im Rah­men einer medi­zi­ni­schen Behand­lung (auf­grund ärzt­li­cher Anord­nung oder im Rah­men einer Vor­sor­ge- oder Reha­bi­li­ta­ti­ons­maßnah­me) Ernäh­rungs­be­ra­tun­gen durch, sind die­se Leis­tun­gen nach einem Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs gemäß § 4 Nr. 14 UStG steu­er­be­freit.

Umsatz­steu­er­freie Ernäh­rungs­be­ra­tung

Leis­tun­gen zur Prä­ven­ti­on und Selbst­hil­fe i.S. des § 20 SGB V, die kei­nen unmit­tel­ba­ren Krank­heits­be­zug haben, weil sie ledig­lich "den all­ge­mei­nen Gesund­heits­zu­stand ver­bes­sern und ins­be­son­de­re einen Bei­trag zur Ver­min­de­rung sozi­al beding­ter Ungleich­heit von Gesund­heits­chan­cen erbrin­gen" sol­len (§ 20 Abs. 1 Satz 2 SGB V), sind dage­gen grund­sätz­lich kei­ne nach § 4 Nr. 14 UStG befrei­ten Heil­be­hand­lun­gen.

BFH, Urteil vom 7. Juli 2005 – V R 23/​04