Abzo­cke bei Umsatz­steu­er-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer

Die Masche ist alt­be­währt, nur das "Gebüh­ren­ob­jekt" hat sich geän­dert: war es bis­her die Han­dels­re­gis­ter­ein­tra­gung, ist es nun die Ertei­lung der Umsatz­steu­er-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer:

Abzo­cke bei Umsatz­steu­er-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer

In letz­ter Zeit erhal­ten Unter­neh­men immer häu­fi­ger Schrei­ben, in denen der Anschein erweckt wird, sie sol­len für die Ver­ga­be der Umsatz­steu­er-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer (USt-IdNr.) eine Gebühr bezah­len. In den bekannt gewor­de­nen Fäl­len wer­den ins­be­son­de­re neu gegrün­de­te Fir­men ange­schrie­ben. Die Absen­der der Schrei­ben befan­den sich dabei regel­mä­ßig im Aus­land.

Daher kann es nicht oft genug gesagt wer­den: Unter­neh­men müs­sen für Ver­ga­be der Umsatz­steu­er-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer kei­ne Gebühr bezah­len!
Die Ertei­lung der USt-IdNr. ist in jedem Fall kos­ten­frei.

Die Ver­ga­be erfolgt in Deutsch­land aus­schließ­lich durch das Bun­des­zen­tral­amt für Steu­ern. In der Regel bean­tra­gen die Unter­neh­men bei ihrem zustän­di­gen Finanz­amt die Ertei­lung der USt-IdNrn., die Finanz­äm­ter über­mit­teln dann die­se Anträ­ge intern an das BZSt.

Die USt-IdNr. ist eine ein­deu­ti­ge Kenn­zeich­nung eines Unter­neh­mens im umsatz­steu­er­li­chen Sin­ne. Sie wird benö­tigt von Unter­neh­men, die inner­halb der Euro­päi­schen Uni­on (EU) am Waren- und Dienst­leis­tungs­ver­kehr zwi­schen den Mit­glieds­staa­ten teil­neh­men.