Der geson­der­te Umsatz­steu­er­aus­weis – und die Rech­nungs­be­rich­ti­gung

Für eine Berich­ti­gung gem. § 14c Abs. 2 in Ver­bin­dung mit § 17 Abs. 1 UStG ist eine erfor­der­li­che mate­ri­ell-recht­li­che Vor­aus­set­zung, dass die Gefähr­dung des Steu­er­auf­kom­mens besei­tigt ist 1.

Der geson­der­te Umsatz­steu­er­aus­weis – und die Rech­nungs­be­rich­ti­gung

§ 14c Abs. 2 Sät­ze 1 und 2 UStG schul­det der Unter­neh­mer, der in einer Rech­nung wie ein leis­ten­der Unter­neh­mer abrech­net und einen Steu­er­be­trag geson­dert aus­weist, obwohl er eine Lie­fe­rung oder sons­ti­ge Leis­tung nicht aus­führt, den aus­ge­wie­se­nen Betrag. Der hier­nach geschul­de­te Steu­er­be­trag kann berich­tigt wer­den, soweit die Gefähr­dung des Steu­er­auf­kom­mens besei­tigt wor­den ist (Satz 3 der Vor­schrift).

Die Gefähr­dung des Steu­er­auf­kom­mens ist besei­tigt, wenn ein Vor­steu­er­ab­zug beim Emp­fän­ger der Rech­nung nicht durch­ge­führt oder die gel­tend gemach­te Vor­steu­er an die Finanz­be­hör­de zurück­ge­zahlt wor­den ist (Satz 4 der Vor­schrift).

Die Berich­ti­gung des geschul­de­ten Steu­er­be­trags ist beim Finanz­amt geson­dert schrift­lich zu bean­tra­gen und nach des­sen Zustim­mung in ent­spre­chen­der Anwen­dung des § 17 Abs. 1 für den Besteue­rungs­zeit­raum vor­zu­neh­men, in dem die Vor­aus­set­zun­gen des Sat­zes 4 ein­ge­tre­ten sind (Satz 5 der Vor­schrift).

Finanz­ge­richt Ham­burg, Urteil vom 25. Novem­ber 2015 – 6 K 167/​15

  1. sie­he z. B. auch OFD Frank­furt am Main, Schrei­ben vom 16.07.2015 – S 7340 A‑85.St 112[]