Die Rech­nung des Klein­un­ter­neh­mers – und der Umsatz­steu­er­aus­weis

Nach § 15 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 UStG kann der Unter­neh­mer die gesetz­lich geschul­de­te Steu­er für Lie­fe­run­gen, die von einem ande­ren Unter­neh­mer für sein Unter­neh­men aus­ge­führt wor­den sind, als Vor­steu­er abzie­hen. In die­sem Sin­ne nicht "gesetz­lich geschul­det" sind Umsatz­steu­er­be­trä­ge, die ein Klein­un­ter­neh­mer im Sin­ne des § 19 Abs. 1 Satz 1 UStG geson­dert in Rech­nung gestellt hat.

Die Rech­nung des Klein­un­ter­neh­mers – und der Umsatz­steu­er­aus­weis

Nach § 19 Abs. 1 Satz 1 UStG wird von Unter­neh­mern, die im Inland ansäs­sig sind, die für Umsät­ze im Sin­ne des § 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG geschul­de­te Umsatz­steu­er nicht erho­ben, wenn ihr Gesamt­um­satz im Sin­ne des § 19 Abs. 1 Satz 2 UStG zuzüg­lich der dar­auf ent­fal­len­den Steu­er im vor­an­ge­gan­ge­nen Kalen­der­jahr 17.500 € nicht über­stie­gen hat und im lau­fen­den Kalen­der­jahr 50.000 € vor­aus­sicht­lich nicht über­stei­gen wird.

Um einen Vor­steu­er­ab­zug beim Leis­tungs­emp­fän­ger zu ver­hin­dern, fin­den auf sol­che Klein­un­ter­neh­mer nach § 19 Abs. 1 Satz 4 UStG die Vor­schrif­ten über den geson­der­ten Aus­weis der Steu­er in einer Rech­nung (§ 14 Abs. 4 UStG) kei­ne Anwen­dung.

Weist ein Klein­un­ter­neh­mer in einer Rech­nung den­noch geson­dert Umsatz­steu­er aus, schul­det er den aus­ge­wie­se­nen Steu­er­be­trag nach § 14c Abs. 2 Satz 1 UStG 1. Das Recht zum Vor­steu­er­ab­zug für den Leis­tungs­emp­fän­ger wird dadurch aber nicht begrün­det 2.

Finanz­ge­richt Baden ‑Würt­tem­berg, Urteil vom 15. Novem­ber 2013 – 1 K 1766/​12

  1. BFH, Urteil vom 25.09.2013 – XI R 41/​12, DStR 2013, 2565[]
  2. eben­so FG Nürn­berg, Urteil vom 18.10.2005 – II 364/​2004, DSt­RE 2006, 682[]