Die Umsatz­steu­er bei der Rech­nungs­be­rich­ti­gung

Eine Rech­nungs­be­rich­ti­gung lässt die Steu­er­schuld nach § 14c UStG nicht mit Rück­wir­kung auf den Zeit­punkt der Rech­nungs­er­tei­lung ent­fal­len.

Die Umsatz­steu­er bei der Rech­nungs­be­rich­ti­gung

Hat der Rech­nungs­aus­stel­ler unzu­tref­fen­der­wei­se eine Rech­nung mit Steu­er­aus­weis erteilt, schul­det er die in die­ser Rech­nung aus­ge­wie­se­ne Steu­er nach § 14c UStG. Eine Rech­nungs­be­rich­ti­gung ist nur zu berück­sich­ti­gen, wenn sie noch im glei­chen Jahr erfolgt ist. Eine erst spä­te­re Rech­nungs­be­rich­ti­gung wirkt nicht auf den Zeit­punkt der Rech­nungs­er­tei­lung zurück 1.

Hier­an hat sich durch das "Pan­non Gép"-Urteil des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on 2 nichts geän­dert. Denn die­ses Urteil betrifft nur die Fra­ge, ob eine Rech­nungs­be­rich­ti­gung für Zwe­cke des Vor­steu­er­ab­zugs auf den Zeit­punkt der erst­ma­li­gen Rech­nungs­er­tei­lung zurück­wirkt, ist dem­ge­gen­über aber für die sich aus § 14c UStG erge­ben­de Steu­er­schuld ohne Bedeu­tung. Wie sich aus der aus­drück­li­chen Ver­wei­sung in § 14c UStG auf § 17 Abs. 1 UStG ergibt, wirkt die Rech­nungs­be­rich­ti­gung erst für den Besteue­rungs­zeit­raum der Berich­ti­gung ohne Rück­wir­kung auf den Besteue­rungs­zeit­raum der Rech­nungs­er­tei­lung. Jede ande­re Aus­le­gung wäre mit dem Norm­zweck des § 14c UStG, einer Gefähr­dung des Steu­er­auf­kom­mens durch einen unzu­tref­fen­den Steu­er­aus­weis in Rech­nun­gen ent­ge­gen­zu­wir­ken 3, nicht zu ver­ein­ba­ren.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 26. Janu­ar 2012 – V R 18/​08

  1. BFH, Urteil vom 01.02.2001 – V R 23/​00, BFHE 194, 493, BSt­Bl II 2003, 673, Leit­satz 3[]
  2. EuGH, Urteil vom 15.07.2010 – C‑368/​09 [Pan­non Gép], DStR 2010, 1475[]
  3. vgl. hier­zu BFH, Urteil vom 17.02.2011 – V R 39/​09, BFHE 233, 94, BSt­Bl II 2011, 734[]