Die unzu­tref­fend dif­fe­renz­be­steu­er­te Vor­lie­fe­rung

Bei gewerb­li­chen Wie­der­ver­käu­fer unter­liegt der Wei­ter­ver­kauf von zuvor von Pri­va­ten ange­kauf­ten Waren umsatz­steu­er­lich der soge­nann­ten Dif­fe­renz­be­steue­rung nach nähe­rer Maß­ga­be des § 25a UStG. Umsatz­be­steu­ert wird dabei nicht der gesam­te Ver­kaufs­preis, son­dern ledig­lich die Dif­fe­renz zwi­schen dem Ver­kaufs­preis und dem von dem gewerb­li­chen Wie­der­ver­käu­fer gezahl­ten Ein­kaufs­preis.

Die unzu­tref­fend dif­fe­renz­be­steu­er­te Vor­lie­fe­rung

Ein Wie­der­ver­käu­fer kann jedoch nicht, wie jetzt der Bun­des­fi­nanz­hof urteil­te, die Dif­fe­renz­be­steue­rung nach § 25a Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. b UStG bzw. Art. 26a der Richt­li­nie 77/​388/​EWG für die Wei­ter­ver­äu­ße­rung eines Gegen­stan­des bean­spru­chen, wenn er den Gegen­stand von einem Unter­neh­mer erwor­ben hat, der für die­se Lie­fe­rung zu Unrecht die Dif­fe­renz­be­steue­rung ange­wen­det hat.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 23. April 2009 – V R 52/​07