Getrock­ne­te Schwei­neoh­ren

Wich­ti­ge The­men und Fra­gen im Steu­er­recht sind oft­mals Anlass zu ent­spre­chen­den Rund­schrei­ben der Lan­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­en oder des Bun­de­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums, um so die Finanz­äm­ter zu einer ein­heit­li­chen Anwen­dung des Steu­er­rechts anzu­hal­ten.

Getrock­ne­te Schwei­neoh­ren

Heu­te hat das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um wie­der­um eine wich­ti­ge Fra­ge per Rund­schrei­ben gelöst. Der Titel die­ses wich­ti­gen BMF-Schrei­bens:

Steu­er­satz für Umsät­ze mit getrock­ne­ten Schwei­neoh­ren

Der Inhalt: zum Ver­zehr geeig­ne­te getrock­ne­te Schwei­neoh­ren unter­lie­gen, auch wenn sie als Hun­de­fut­ter gedacht sind, dem ermä­ßig­ten Umsatz­steu­er­satz (7%). Für nicht zum Ver­zehr geeig­ne­te getrock­ne­te Schwei­neoh­ren ist dage­gen die vol­le Umsatz­steu­er (16%, ab 2007 19%) fäl­lig.

Damit wäre das dann auch end­lich geklärt.
Ach ja: Wann ein getrock­ne­tes Schwei­neohr zum Ver­zehr geeig­net ist oder nicht, klärt das Rund­schrei­ben nicht. Hier­zu ver­weist es auf die Unter­schei­dung im EU-Zoll­recht: Die Zoll­ta­rif­num­mer 0210 99 49 ("ande­re Schlachtne­ben­er­zeug­nis­se") ist zum Ver­zehr geeig­net, die Num­mer 0511 99 90 ("ande­re Waren tie­ri­schen Ursprungs") nicht.
Gut das wir drü­ber gere­det haben.

BMF-Schrei­ben vom 16. Okto­ber 2006 – IV A 5 – S 7221 – 1/​06 -