Gibt es Tech­no-Kon­zer­te?

Auch der Bun­des­fi­nanz­hof muss von Zeit zu Zeit sei­nen Kunst­sach­ver­stand bewei­sen, und sei es bei der Umsatz­steu­er:

Gibt es Tech­no-Kon­zer­te?

Kon­zer­te i.S. des § 12 Abs. 2 Nr. 7 Buchst. a UStG 1993 sind Auf­füh­run­gen von Musik­stü­cken, bei denen Instru­men­te und/​oder die mensch­li­che Stim­me ein­ge­setzt wer­den. Hin­ge­gen ist das blo­ße Abspie­len eines Ton­trä­gers kein Kon­zert.

Bei Musik, die durch Ver­frem­den und Mischen bestehen­der Musik ent­steht, kön­nen Plat­ten­tel­ler, Misch­pul­te und CD-Play­er "Instru­men­te" sein, wenn sie (wie kon­ven­tio­nel­le Musik­in­stru­men­te) zum Vor­trag eines Musik­stücks und nicht nur zum Abspie­len eines Ton­trä­gers genutzt wer­den.

Eine "Tech­no"-Ver­an­stal­tung kann daher ein Kon­zert i.S. des § 12 Abs. 2 Nr. 7 Buchst. a UStG 1993 sein.

BFH, Urteil vom 18. August 2005 – V R 50/​04