Gut­schrift als Rech­nung – und der Vor­steu­er­ab­zug

Nach § 14 Abs. 2 Satz 2 UStG ist für die Wir­kung einer Gut­schrift als Rech­nung erfor­der­lich, dass vor­her ver­ein­bart wur­de, dass der Leis­tungs­emp­fän­ger die Rech­nung über die an ihn erfolg­te Lie­fe­rung aus­stel­len darf.

Gut­schrift als Rech­nung – und der Vor­steu­er­ab­zug

Die­se Ver­ein­ba­rung kann sich aus Ver­trä­gen oder sons­ti­gen Geschäfts­un­ter­la­gen erge­ben, ist an kei­ne beson­de­re Form gebun­den und kann auch münd­lich getrof­fen wer­den [1].

Nach § 14 Abs. 2 Satz 3 UStG ist für die Wirk­sam­keit einer Gut­schrift fer­ner Vor­aus­set­zung, dass sie dem leis­ten­den Unter­neh­mer über­mit­telt wor­den ist und die­ser dem ihm zuge­lei­te­ten Doku­ment nicht wider­spricht.

Die Über­mitt­lung einer Gut­schrift setzt vor­aus, dass sie dem leis­ten­den Unter­neh­mer so zugäng­lich gemacht wor­den ist, dass er von ihrem Inhalt Kennt­nis neh­men kann [2].

Finanz­ge­richt Baden ‑Würt­tem­berg, Urteil vom 15. Novem­ber 2013 – 1 K 1766/​12

  1. vgl. A 14.3 Abs. 2 Sät­ze 2 und 3 UStAE[]
  2. BFH, Urteil vom 15.09.1994 – XI R 56, 93, BFHE 176, 285; BStBl II 1995, 275[]