Heil­bä­der und Sau­na in der Umsatz­steu­er

Nach einem neu­en Rund­schrei­ben des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums soll das BFH-Urteil, wonach die Ver­ab­rei­chung eines Heil­bads i.S.v. § 12 Abs. 2 Nr. 9 UStG der Behand­lung einer Krank­heit oder einer ande­ren Gesund­heits­stö­rung und damit dem Schutz der mensch­li­chen Gesund­heit die­nen muss, wovon bei der Nut­zung einer Sau­na in einem Fit­ness­stu­dio regel­mä­ßig kei­ne Rede sein kön­ne, da sie regel­mä­ßig ledig­lich dem all­ge­mei­nen Wohl­be­fin­den die­ne, über den ent­schie­de­nen Ein­zel­fall hin­aus nicht wei­ter ange­wen­det wer­den.

Heil­bä­der und Sau­na in der Umsatz­steu­er

Nach § 12 Abs. 2 Nr. 9 UStG ermä­ßigt sich die Steu­er auf 7 % für die unmit­tel­bar mit dem Betrieb der Schwimm­bä­der ver­bun­de­nen Umsät­ze sowie die Ver­ab­rei­chung von Heil­bä­dern. Letz­te­re müs­sen zumin­dest all­ge­mei­nen Heil­zwe­cken die­nen. Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des BFH ist es nicht aus­ge­schlos­sen, dass eine Sau­na, die in einem Fit­ness­stu­dio betrie­ben wird, all­ge­mei­nen Heil­zwe­cken dient und damit die Vor­aus­set­zun­gen des § 12 Abs. 2 Nr. 9 UStG erfüllt. Die Grund­sät­ze der Ein­heit­lich­keit der Leis­tung blei­ben unbe­rührt.

Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Finan­zen, Schrei­ben vom 20. März 2007 – IV A 5 – S 7243/​07/​0002 2007/​0123239