Ist-Besteue­rung bis 250.000 ?

Unter­neh­mer müs­sen die auf ihre Erlö­se ent­fal­len­de Umsatz­steu­er regel­mä­ßig bereits an das Finanz­amt abfüh­ren, wenn sie ihre Leis­tung erbracht (die Rech­nung geschrie­ben) haben, auch wenn der Kun­de zu die­sem Zeit­punkt noch gar nicht gezahlt hat. Von die­ser den Unter­neh­mer belas­ten­den "Besteue­rung nach ver­ein­bar­ten Ent­gel­ten" ("Soll-Besteue­rung") gibt es jedoch zwei wich­ti­ge Aus­nah­men. So dür­fen Frei­be­ruf­ler und Klein­un­ter­neh­mer auf Antrag die Umsatz­steu­er "nach ver­ein­nahm­ten Ent­gel­ten" ("Ist-Besteue­rung") ent­rich­ten, also erst dann, wenn der Kun­de tat­säch­lich auch an den Unter­neh­mer gezahlt hat. (§ 20 UStG)

Ist-Besteue­rung bis 250.000 ?

Bis­her lag die Gren­ze für die so begüns­tig­ten Klein­un­ter­neh­mer im Wes­ten bei einem Jah­res­um­satz von 125.000 Euro, in den neu­en Bun­des­län­dern dage­gen bei 250.000 Euro. Ab dem 1. Juli 2006 wird die­se Gren­ze auf dem höhe­ren Ost-Niveau ver­ein­heit­licht. Dann gel­ten alle Unter­neh­mer, die in 2006 oder einem spä­te­ren Jahr einen Jah­res­um­satz bis höchs­tens 250.000 Euro erzie­len, als Klein­un­ter­neh­mer und kön­nen beim Finanz­amt die Ver­steue­rung nach ver­ein­nahm­ten Ent­gel­ten bean­tra­gen.

In den neu­en Bun­des­län­dern gilt dar­über hin­aus auch noch bis Ende 2009 als Klein­un­ter­neh­mer, wer im Vor­jahr einen Jah­res­um­satz von nicht mehr als 500.000 Euro erzielt hat.