Ist­ver­steue­rung für Steu­er­be­ra­tungs-GmbH

Nach Ansicht des Finanz­ge­richts Düs­sel­dorf hat eine Steu­er­be­ra­tungs-GmbH kei­nen Anspruch auf eine Berech­nung der Umsatz­steu­er nach ver­ein­nahm­ten Ent­gel­ten. Nach § 20 Abs. 1 Nr. 3 UStG kön­ne zwar das Finanz­amt auf Antrag die Berech­nung der Umsatz­steu­er nach ver­ein­nahm­ten Ent­gel­ten gestat­ten, soweit der Unter­neh­mer Umsät­ze aus sei­ner Tätig­keit als Ange­hö­ri­ger eines frei­en Beru­fes im Sin­ne des § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG aus­füh­re. Etwas ande­res gel­te jedoch für eine Steu­er­be­ra­tungs­ge­sell­schaft in der Rechts­form einer GmbH. Die­se Gesell­schaft übe kei­ne Tätig­keit als Ange­hö­ri­ge eines frei­en Beru­fes aus. Ihre Tätig­keit gel­te viel­mehr stets und in vol­lem Umfang als Gewer­be­be­trieb, selbst dann, wenn die für die Gesell­schaft Han­deln­den Ange­hö­ri­ge der frei­en Beru­fe sind. Nach Ansicht des 5. Senats ver­stößt der Umstand, dass inlän­di­sche Steu­er­be­ra­tungs­ge­sell­schaf­ten in der Rechts­form einer Kapi­tal­ge­sell­schaft nicht von § 20 Abs. 1 Nr. 3 UStG erfasst wer­den, weder gegen deut­sches Ver­fas­sungs­recht noch gegen Euro­pa­recht.

Ist­ver­steue­rung für Steu­er­be­ra­tungs-GmbH

Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf, Urteil vom 23. April 2008 – 5 K 1105/​05 U