Musik­schu­len und die Umsatz­steu­er

die unmit­tel­bar dem Schul- und Bil­dungs­zweck die­nen­den Leis­tun­gen pri­va­ter Schu­len und ande­rer all­ge­mein bil­den­der oder berufs­bil­den­der Ein­rich­tun­gen sind nach § 4 Nr. 21 a) bb) UStG von der Umsatz­steu­er befreit, wenn die zustän­di­ge Lan­des­be­hör­de beschei­nigt, dass sie auf einen Beruf oder eine vor einer juris­ti­schen Per­son des öffent­li­chen Rechts abzu­le­gen­de Prü­fung ord­nungs­ge­mäß vor­be­rei­ten.

Musik­schu­len und die Umsatz­steu­er

Die­se Rege­lung gilt auch z.B. für Musik­schu­len. Und die Beschei­ni­gung der zustän­di­gen Lan­des­be­hör­de – in der Regel das jewei­li­ge Kul­tus­mi­nis­te­ri­um – kann auch noch nach­träg­lich erteilt wer­den, wie jetzt der Bun­des­fi­nanz­hof ent­schied:

Bei die­ser Beschei­ni­gung nach § 4 Nr. 21 a) bb)) UStG han­delt es sich um einen Grund­la­gen­be­scheid i.S. von § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AO. Einer Beschei­ni­gun­gen nach § 4 Nr. 21 a) bb) UStG kann Rück­wir­kung zukom­men, ohne dass dem der Grund­satz der Rechts­si­cher­heit ent­ge­gen­steht.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 20. August 2009 – V R 25/​08