Nach­weis der Vor­aus­set­zun­gen für die Befrei­ung als inner­ge­mein­schaft­li­che Lie­fe­rung

Die Ver­pflich­tung des Unter­neh­mers nach § 6a Abs. 3 UStG, die Vor­aus­set­zun­gen einer inner­ge­mein­schaft­li­chen Lie­fe­rung nach Maß­ga­be der §§ 17a, 17c USt­DV nach­zu­wei­sen, ist, wie jetzt der Bun­des­fi­nanz­hof im Nach­gang zu einem ent­spre­chen­den Urteil des Euro­päi­schen Gerichts­hofs ent­schie­den hat, mit dem Gemein­schafts­recht ver­ein­bar.

Nach­weis der Vor­aus­set­zun­gen für die Befrei­ung als inner­ge­mein­schaft­li­che Lie­fe­rung

Die Nach­weis­pflich­ten des Unter­neh­mers sind, wie der Bun­des­fi­nanz­hof jetzt in Ände­rung sei­ner bis­he­ri­gen Recht­spre­chung fest­stellt, kei­ne mate­ri­el­len Vor­aus­set­zun­gen für die Befrei­ung als inner­ge­mein­schaft­li­che Lie­fe­rung. Die Rege­lun­gen des § 6a Abs. 3 UStG und §§ 17a, 17c USt­DV bestim­men viel­mehr ledig­lich, dass und wie der Unter­neh­mer die Nach­wei­se zu erbrin­gen hat.

Kommt der Unter­neh­mer die­sen Nach­weis­pflich­ten nicht nach, ist grund­sätz­lich davon aus­zu­ge­hen, dass die Vor­aus­set­zun­gen einer inner­ge­mein­schaft­li­chen Lie­fe­rung (§ 6a Abs. 1 UStG) nicht erfüllt sind.

Etwas ande­res gilt aus­nahms­wei­se nur dann, wenn trotz der Nicht­er­fül­lung der for­mel­len Nach­weis­pflich­ten auf­grund der objek­ti­ven Beweis­la­ge fest­steht, dass die Vor­aus­set­zun­gen des § 6a Abs. 1 UStG vor­lie­gen. Dann ist die Steu­er­be­frei­ung zu gewäh­ren, auch wenn der Unter­neh­mer die erfor­der­li­chen Nach­wei­se nicht ent­spre­chend §§ 17a, 17c USt­DV erbrach­te.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 6. Dezem­ber 2007 – V R 59/​03
(Nach­fol­ge­ent­schei­dung zu:Euro­päi­scher Gerichts­hof, Urteil vom 27. Sep­tem­ber 2007 – C‑146/​05