Rech­nungs­an­for­de­run­gen beim Vor­steu­er­ab­zug

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat jetzt ent­schie­den, dass zum Vor­steu­er­ab­zug berech­ti­gen­de Rech­nun­gen grund­sätz­lich den rich­ti­gen Namen (Fir­ma) und die rich­ti­ge Adres­se des leis­ten­den Unter­neh­mers ange­ben müs­sen. Der sog. Sofort­ab­zug der Vor­steu­er gebie­te es, dass der Finanz­ver­wal­tung eine leicht nach­prüf­ba­re Fest­stel­lung des leis­ten­den Unter­neh­mers ermög­licht wer­de.

Rech­nungs­an­for­de­run­gen beim Vor­steu­er­ab­zug

Der BFH hat­te bis­her nur in Fäl­len von Gesell­schaf­ten mit beschränk­ter Haf­tung (GmbH) ent­schie­den, dass der Abzug der in der Rech­nung der GmbH aus­ge­wie­se­nen Umsatz­steu­er nur mög­lich sei, wenn der in der Rech­nung ange­ge­be­ne Sitz der GmbH bei Aus­füh­rung der Leis­tung und bei Rech­nungstel­lung tat­säch­lich bestan­den habe. Der Unter­neh­mer, der den Vor­steu­er­ab­zug begeh­re, tra­ge die Fest­stel­lungs­last dafür, dass der in der Rechung ange­ge­be­ne Sitz des leis­ten­den Unter­neh­mers tat­säch­lich bestan­den habe, weil für ihn eine Oblie­gen­heit bestehe, sich über die Rich­tig­keit der Anga­ben in der Rech­nung zu ver­ge­wis­sern.

Mit dem jet­zi­gen Urteil wer­den die­se Anfor­de­run­gen auf alle Unter­neh­mer – unab­hän­gig von der Rechts­form, in der sie ihr Unter­neh­men betrei­ben – erstreckt.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 6. Dezem­ber 2007 – V R 61/​05