Rever­se char­ge im Bau­be­reich

Nach dem Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs vom 22.08.2013 1 ist § 13b Abs. 2 Satz 2 UStG ent­ge­gen Abschn. 182a Abs. 11 UStR 2005 ein­schrän­kend dahin­ge­hend aus­zu­le­gen, dass es für die Ent­ste­hung der Steu­er­schuld dar­auf ankommt, ob der Leis­tungs­emp­fän­ger die an ihn erbrach­te Werk­lie­fe­rung oder sons­ti­ge Leis­tung, die der Her­stel­lung, Instand­set­zung, Instand­hal­tung, Ände­rung oder Besei­ti­gung von Bau­wer­ken dient, sei­ner­seits zur Erbrin­gung einer der­ar­ti­gen Leis­tung ver­wen­det.

Rever­se char­ge im Bau­be­reich

Auf den Anteil der vom Leis­tungs­emp­fän­ger aus­ge­führ­ten bau­werks­be­zo­ge­nen Werk­lie­fe­run­gen oder sons­ti­gen Leis­tun­gen i.S. des § 13b Abs. 2 Satz 2 UStG an den ins­ge­samt von ihm erbrach­ten steu­er­ba­ren Umsät­zen kommt es ent­ge­gen Abschn. 182a Abs. 10 UStR 2005 nicht an.

Danach ist ein Bau­trä­ger nicht Steu­er­schuld­ner gemäß § 13b Abs. 2 Satz 2 UStG, wenn er eine von ihm bezo­ge­ne bau­werks­be­zo­ge­ne Werk­lie­fe­rung für nach § 4 Nr. 9 Buchst. a UStG steu­er­freie Grund­stücks­lie­fe­run­gen, nicht aber zur Erbrin­gung einer eige­nen bau­werks­be­zo­ge­nen Werk­lie­fe­rung ver­wen­det 2.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 5. Febru­ar 2014 – V B 2/​14

  1. BFH, Urteil vom 22.08.2013 – V R 37/​10, BSt­Bl II 2014, 128, BFH/​NV 2014, 130[]
  2. FH, Urteil in BSt­Bl II 2014, 128, BFH/​NV 2014, 130, II. 3.c der Ent­schei­dungs­grün­de[]