Saldierung und das Verbot der Verböserung im finanzgerichtlichen Verfahren

Streitgegenstand einer Anfechtungsklage im steuergerichtlichen Verfahren ist die Rechtmäßigkeit des angefochtenen Verwaltungsakts im Ganzen1, und nicht etwa einzelne Besteuerungsgrundlagen oder Begründungen2.

Saldierung und das Verbot der Verböserung im finanzgerichtlichen Verfahren

Das Verbot der Verböserung hindert das Gericht nicht daran, innerhalb des vom Finanzamt festgesetzten Steuerbetrags einzelne Besteuerungsgrundlagen -hier: die steuerpflichtigen Umsätze- in tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht für den Steuerpflichtigen ungünstiger zu beurteilen, als dies in dem angefochtenen Steuerbescheid geschehen ist3.

Bundesfinanzhof, Beschluss vom 19. November2013 – XI B 9/13

  1. BFH, Beschlüsse vom 17.07.1967 – GrS 1/66, BFHE 91, 393, BStBl II 1968, 344; vom 26.11.1979 – GrS 1/78, BFHE 129, 117, BStBl II 1980, 99, unter C.II. 1. []
  2. vgl. z.B. BFH, Beschluss vom 17.03.2008 – V B 112/07; BFH, Urteil vom 01.12 2010 – XI R 46/08, BFHE 232, 232, BFH/NV 2011, 712 []
  3. vgl. BFH, Beschluss vom 23.04.2008 – V B 159/07, BFH/NV 2008, 1347; Lange in Hübschmann/Hepp/Spitaler, § 96 FinanzgerichtO Rz 183 und 198 []