Tele­fon­kar­ten-Han­del

Wie der Bun­des­fi­nanz­hof bereits aus­drück­lich ent­schie­den hat, bestimmt sich die Per­son des Leis­ten­den nach dem der Leis­tung zugrun­de­lie­gen­den Rechts­ver­hält­nis.

Tele­fon­kar­ten-Han­del

Bei einem Han­deln im eige­nen Namen ist danach der Han­deln­de als Leis­ten­der anzu­se­hen 1.

Dies gilt auch für die Fra­ge, ob der Unter­neh­mer beim Ver­trieb von Tele­fon­kar­ten als Eigen­händ­ler oder als Ver­mitt­ler anzu­se­hen ist 2.

In dem hier vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Streit­fall han­del­te die Händ­le­rin beim Ver­kauf der SIM-Kar­ten im eige­nen Namen, wie sie auch selbst bestä­tigt. Danach war sie als Eigen­händ­le­rin und damit als Leis­ten­de in Bezug auf die ver­kauf­te Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­leis­tung ‑wie bei einem Rei­hen­ge­schäft- anzu­se­hen.

Eine Ver­mitt­lung wäre nur bei einem Han­deln im frem­den Namen in Betracht gekom­men 3, an dem es im Streit­fall aber fehlt.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 17. Mai 2017 – V R 42/​16

  1. BFH, Urtei­le vom 28.06.2000 – V R 70/​99, BFH/​NV 2001, 210; und vom 05.04.2001 – V R 5/​00, BFH/​NV 2001, 1307
  2. BFH, Urteil vom 10.08.2016 – V R 4/​16, BFHE 254, 458, BSt­Bl II 2017, 135
  3. vgl. BFH, Urteil in BFHE 254, 458, BSt­Bl II 2017, 135