Umsatz­steu­er – und die Bestim­mung des Leis­ten­den

Schuld­ner der Umsatz­steu­er für Lie­fe­run­gen und sons­ti­ge Leis­tun­gen i.S. von § 1 Abs. 1 Nr. 1 des Umsatz­steu­er­ge­set­zes (UStG) ist der Unter­neh­mer (§ 13a Abs. 1 Nr. 1 UStG). Die­ser hat nach § 18 Abs. 3 UStG für das Kalen­der­jahr eine Steu­er­erklä­rung abzu­ge­ben.

Umsatz­steu­er – und die Bestim­mung des Leis­ten­den

Wer bei einem Umsatz als Leis­ten­der ‑und damit Unter­neh­mer- anzu­se­hen ist, ergibt sich regel­mä­ßig aus den abge­schlos­se­nen zivil­recht­li­chen Ver­ein­ba­run­gen.

Leis­ten­der ist in der Regel der­je­ni­ge, der die Lie­fe­run­gen oder sons­ti­gen Leis­tun­gen im eige­nen Namen gegen­über einem ande­ren selbst aus­führt oder durch einen Beauf­trag­ten aus­füh­ren lässt.

Ob eine Leis­tung dem Han­deln­den oder einem ande­ren zuzu­rech­nen ist, hängt des­halb grund­sätz­lich davon ab, ob der Han­deln­de gegen­über dem Leis­tungs­emp­fän­ger im eige­nen Namen oder berech­tig­ter­wei­se im Namen eines ande­ren bei der Aus­füh­rung ent­gelt­li­cher Leis­tun­gen auf­ge­tre­ten ist 1.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 23. August 2016 – V B 32/​16

  1. stän­di­ge Recht­spre­chung, vgl. zuletzt BFH, Urteil vom 26.04.2012 – V R 2/​11, BFHE 237, 286, BSt­Bl II 2012, 634, unter II. 4.a, m.w.N.[]