Umsatz­steu­er im Imbiss­wa­gen

Die Abga­be von fer­tig zube­rei­te­ten Spei­sen aus einem Imbiss­wa­gen unter­liegt als Dienst­leis­tung dem Regel­steu­er­satz, wenn aus der Sicht eines Durch­schnitts­ver­brau­chers das Dienst­leis­tungs­ele­ment der Spei­sen­ab­ga­be über­wiegt; dage­gen ist die blo­ße Abga­be von fer­tig zube­rei­te­ten Spei­sen aus einem Imbiss­wa­gen "zum Mit­neh­men" eine nach § 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG 1993 ermä­ßigt zu besteu­ern­de Lie­fe­rung.

Umsatz­steu­er im Imbiss­wa­gen

Bei der Beur­tei­lung, ob das Dienst­leis­tungs­ele­ment der Abga­be von fer­tig zube­rei­te­ten Spei­sen über­wiegt, sind nur sol­che Dienst­leis­tun­gen zu berück­sich­ti­gen, die sich von denen unter­schei­den, die not­wen­dig mit der Ver­mark­tung der Spei­sen ver­bun­den sind.

Der Wort­laut des § 3 Abs. 9 Satz 4 UStG 1993 in der seit 27. Juni 1998 gel­ten­den Fas­sung ist nach Ansicht des Bun­des­fi­nanz­hofs inso­weit nicht in vol­lem Umfang gemein­schafts­rechts­kon­form.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 26. Okto­ber 2006 V R 58, 59/​04