Umsatz­steu­er-Vor­anmel­dun­gen – und die Pflicht zur elek­tro­ni­schen Abga­be

Die Pflicht zur elek­tro­ni­schen Abga­be von Umsatz­steu­er-Vor­anmel­dun­gen ist ver­fas­sungs­ge­mäß. In der Daten­über­mitt­lung nach der StDÜV liegt auch kei­ne Ver­let­zung des Steu­er­ge­heim­nis­ses.

Umsatz­steu­er-Vor­anmel­dun­gen – und die Pflicht zur elek­tro­ni­schen Abga­be

Dies hat der Bun­des­fi­nanz­hof jetzt noch­mals betont und damit sei­ne bis­he­ri­ge Recht­spre­chung 1 bestä­tigt.

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat in sei­ner Ent­schei­dung vom 14.03.2012 die nach § 18 Abs. 1 UStG bestehen­de Ver­pflich­tung zur Abga­be von Vor­anmel­dun­gen nach amt­lich vor­ge­schrie­be­nem Daten­satz durch Daten­fern­über­tra­gung nach Maß­ga­be der Steu­er­da­ten-Über­mitt­lungs­ver­ord­nung bestä­tigt. Aus wel­chen Grün­den die Über­mitt­lung nach der Steu­er­da­ten-Über­mitt­lungs­ver­ord­nung das Steu­er­ge­heim­nis ver­let­zen soll­te, ist für den Bun­des­fi­nanz­hof auch ange­sichts der NSA-Affä­re und den Pro­ble­men hin­sicht­lich der Daten­sicht­heit im Inter­net man­gels kon­kre­ter Gefähr­dungs­grün­de nicht ersicht­lich.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 14. April 2015 – V B 158/​14

  1. BFH, Urteil vom 14.03.2012 – XI R 33/​09, BFHE 236, 283, BSt­Bl II 2012, 477[]