Umsatz­steu­er­be­schei­de für die GbR

Steu­er­be­schei­de und Ein­spruchs­ent­schei­dun­gen sind – auch hin­sicht­lich der von ihnen ange­ge­be­nen Inhalts­adres­sa­ten – ent­spre­chend dem objek­ti­ven Ver­ständ­nis­ho­ri­zont der Emp­fän­ger aus­zu­le­gen. Eine GbR kann im Steu­er­be­scheid und in der Ein­spruchs­ent­schei­dung durch Anga­be der Namen ihrer Gesell­schaf­ter gekenn­zeich­net wer­den. For­ma­lis­mus und Wort­klau­be­rei sind fehl am Platz. Viel­mehr kommt es dar­auf an, ob der Schuld­ner sich sicher iden­ti­fi­zie­ren lässt. Zwei­fel am Inhalt des Steu­er­be­scheids kön­nen durch Aus­le­gung beho­ben wer­den 1.

Umsatz­steu­er­be­schei­de für die GbR

Eine von der GbR ein­ge­reich­te Umsatz­steu­er­erklä­rung kann nicht etwa als Steu­er­erklä­rung ihrer ein­zel­nen Gesell­schaf­ter beur­teilt wer­den 2.

Finanz­ge­richt Baden-Würt­tem­berg, Urteil vom 7. Dezem­ber 2011 – 12 K 4567/​08

  1. BFH, Urteil vom 08.11.1995 – V R 64/​94 BSt­Bl. II 1996, 256, unter Hin­weis auf BFH, Urteil vom 09.12.1992 – II R 43/​88 BFH/​NV 1993, 702[]
  2. BFH, Urteil vom 01.06.1995 – V R 144/​92 BSt­Bl. II 1995, 867[]