Umsatz­steu­er­pflicht im öffent­lich-recht­li­chen Rund­funk

Eine öffent­lich-recht­li­che Rund­funk­an­stalt, die neben ihren nicht­un­ter­neh­me­ri­schen Tätig­kei­ten auch unter­neh­me­ri­sche Tätig­kei­ten aus­übt, bezieht sog. Kata­log­leis­tun­gen i.S. des § 3a Abs. 4 UStG 1999 selbst dann als Unter­neh­me­rin (§ 3a Abs. 3 Satz 1 UStG 1999), wenn sie die­se nur für ihre nicht­un­ter­neh­me­ri­schen Zwe­cke ver­wen­det. Mit die­ser Begrün­dung stell­te der Bun­des­fi­nanz­hof jetzt fest, dass eine Rund­funk­an­stalt Umsatz­steu­er für die von im übri­gen EU-Gemein­schafts­ge­biet ansäs­si­gen Rund­funk­an­stal­ten bezo­ge­nen Leis­tun­gen schul­det, weil die­se Leis­tun­gen im Inland aus­ge­führt wur­den und damit im Inland der Umsatz­steu­er unter­lie­gen.

Umsatz­steu­er­pflicht im öffent­lich-recht­li­chen Rund­funk

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 10. Dezem­ber 2009 XI R 62/​06