Unein­bring­li­che Ent­gel­te in der Insol­venz

Der Umsatz­steu­er unter­lie­gen­de Ent­gelt­for­de­run­gen aus Lie­fe­run­gen und sons­ti­gen Leis­tun­gen an den spä­te­ren Gemein­schuld­ner wer­den spä­tes­tens im Augen­blick der Insol­venz­eröff­nung unbe­scha­det einer mög­li­chen Insol­venz­quo­te in vol­ler Höhe unein­bring­lich.

Unein­bring­li­che Ent­gel­te in der Insol­venz

Wird das unein­bring­lich gewor­de­ne Ent­gelt nach­träg­lich ver­ein­nahmt, ist der Umsatz­steu­er­be­trag erneut gemäß § 17 Abs. 2 Nr. 1 Satz 2 UStG zu berich­ti­gen. Das gilt auch für den Fall, dass der Insol­venz­ver­wal­ter die durch die Eröff­nung unein­bring­lich gewor­de­ne For­de­rung erfüllt.

Mit die­sem Urteil hat der Bun­des­fi­nanz­hof sei­ne bis­he­ri­ge Recht­spre­chung geän­dert. Lie­fe­ran­ten kön­nen daher unmit­tel­bar bei Insol­venz­eröff­nung ihres Kun­den die Umsatz­steu­er auf noch nicht bezahl­te Rech­nun­gen kor­ri­gie­ren, und zwar in vol­ler Höhe.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 22. Okto­ber 2009 V R 14/​08