Vor­rang­ge­bie­te für Wind­kraft­an­la­gen

Die Fest­le­gung von Vor­rang­ge­bie­ten mit Aus­schluss­wir­kung für Wind­kraft­an­la­gen im Regio­nal­plan Nord­hes­sen 2009 ist unwirk­sam.

Vor­rang­ge­bie­te für Wind­kraft­an­la­gen

Der Hes­si­sche Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs ent­schied, dass die Ziel­fest­le­gung 2 zur „Rege­ne­ra­ti­ven Ener­gie­er­zeu­gung“ im Regio­nal­plan Nord­hes­sen unwirk­sam ist. In die­ser Fest­le­gung wird bestimmt, dass in den in der Kar­te zum Regio­nal­plan aus­ge­wie­se­nen „Vor­rang­ge­bie­ten für Wind­ener­gie­nut­zung“ die Errich­tung und der Betrieb raum­be­deut­sa­mer Wind­ener­gie­an­la­gen Vor­rang vor ent­ge­gen­ste­hen­den Pla­nun­gen und Nut­zun­gen hat und die Pla­nung und Errich­tung raum­be­deut­sa­mer Wind­kraft­an­la­gen außer­halb die­ser Vor­rang­ge­bie­te nicht zuläs­sig ist.

Weder im Regio­nal­plan selbst noch in den Auf­stel­lungs­un­ter­la­gen wer­de nach­voll­zieh­bar doku­men­tiert, monier­te der Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­richts­hof, aus wel­chen Grün­den die Regio­nal­ver­samm­lung die für die Wind­kraft­nut­zung gene­rell geeig­ne­te Poten­ti­al­flä­che von 10.700 ha auf 1.213 ha ver­rin­gert habe.

Antrag­stel­ler in die­sem Ver­fah­ren war ein Betrei­ber von Wind­kraft­an­la­gen, der auf gepach­te­ten Flä­chen in der Gemar­kung Nen­ters­hau­sen im Land­kreis Hers­feld-Roten­burg, die sich außer­halb der Vor­rang­flä­chen für Wind­ener­gie­nut­zung befin­den, meh­re­re Wind­kraft­an­la­gen errich­ten will. Nach dem heu­ti­gen Urteil steht die Ziel­fest­le­gung im Regio­nal­plan Nord­hes­sen 2009 der Errich­tung die­ser Wind­kraft­an­la­gen nicht mehr ent­ge­gen.

Hes­si­scher Ver­wal­tungs­ge­richts­hof, Urteil vom 17. März 2011 – 4 C 883/​10.N