Waren­gut­schei­ne

Schließt ein Unter­neh­mer mit einem ande­ren Unter­neh­mer einen Kauf­ver­trag über den Bezug von Wer­be­ge­schen­ken, ist der Unter­neh­mer auch dann Abneh­mer (Leis­tungs­emp­fän­ger), wenn der ande­re die Wer­be­ge­schen­ke ver­ein­ba­rungs­ge­mäß nicht unmit­tel­bar an den Unter­neh­mer, son­dern an den Inha­ber eines „Warenzer­ti­fi­kats“ (Waren­gut­scheins) als Beauf­trag­ten des Unter­neh­mers über­gibt und hier­auf auf dem Gut­schein aus­drück­lich hin­ge­wie­sen wur­de. Eine der­ar­ti­ge Gestal­tung ist nicht rechts­miss­bräuch­lich.

Waren­gut­schei­ne

Der Vor­steu­er­ab­zug aus Rech­nun­gen über Lie­fe­run­gen, auf die eine Anzah­lung geleis­tet wur­de, setzt aller­dings vor­aus, dass die Gegen­stän­de der Lie­fe­rung zum Zeit­punkt der Anzah­lung genau bestimmt sind.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 24. August 2006 – V R 16/​05