Block­heiz­kraft­wer­ke

Meh­re­rer mit­ein­an­der ver­bun­de­ner Anla­gen zur Kraft-Wär­me-Kopp­lung mit einer Nenn­leis­tung von zusam­men mehr als 2 Mega­watt kön­nen zum Zwe­cke einer steu­er­li­chen Begüns­ti­gung nicht zusam­men gerech­net wer­den, ent­schied jetzt der Bun­des­fi­nanz­hof, auch wenn sie erst zusam­men in ihrer Nenn­leis­tung über die maß­geb­li­che Schwel­le kom­men.

Block­heiz­kraft­wer­ke

Der Begriff der Anla­ge i.S. von § 9 Abs. 1 Nr. 3 Strom­StG ist aus ver­brauch­steu­er­recht­li­cher Sicht eigen­stän­dig und funk­ti­ons­be­zo­gen aus­zu­le­gen, so dass Begriffs­be­stim­mun­gen in ande­ren Geset­zen nicht her­an­ge­zo­gen wer­den kön­nen.

Ein Block­heiz­kraft­werk, das aus ins­ge­samt drei in einem Gebäu­de instal­lier­ten Aggre­ga­ten zur gekop­pel­ten Erzeu­gung von Strom und Wär­me sowie vier Heiz­kes­seln besteht, und das von einem Betrei­ber zur Ver­sor­gung eines angren­zen­den Stadt­teils mit Strom und Fern­wär­me betrie­ben wird, ist als eine Anla­ge i.S. von § 9 Abs. 1 Nr. 3 Strom­StG anzu­se­hen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 23. Juni 2009 – VII R 42/​08