Fal­scher Schad­stoff­schlüs­sel

Die Ände­rung eines Schad­stoff­schlüs­sels durch die Kfz-Zulas­sungs­stel­le führt regel­mä­ßig auch zu einer Ände­rung des Kfz-Steu­er-Beschei­des.

Fal­scher Schad­stoff­schlüs­sel

Die rück­wir­ken­de Ände­rung einer auf der Ein­ga­be einer fal­schen Schad­stoff­kenn­zif­fer beru­hen­den zu nied­ri­gen Kfz-Steu­er­fest­set­zung kann nicht auf § 12 Abs. 2 Nr. 2 Kraft­StG gestützt wer­den. Bei der Zuord­nung zu einer den Steu­er­satz bestim­men­den Schad­stoff­klas­se i.S. des § 9 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a bis e Kraft­StG han­delt es sich nicht um eine Steu­er­ermä­ßi­gung im Sin­ne die­ser Vor­schrift.

Die Ände­rung ist nach § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AO 1977 i.V.m. § 1 Abs. 2 Kraft­StG gebo­ten. Die in den Fahr­zeug­pa­pie­ren durch eine Kenn­zif­fer doku­men­tier­te Fest­stel­lung der Zulas­sungs­be­hör­de zu den Schad­stoff­emis­sio­nen des Kfz stellt einen Grund­la­gen­be­scheid i.S. des § 171 Abs. 10 AO 1977 i.V.m. § 2 Abs. 2 Satz 2 Kraft­StG dar.

Die Spe­zi­al­re­ge­lung des § 12 Abs. 2 Nr. 4 Kraft­StG schließt die Anwend­bar­keit der Ände­rungs­vor­schrif­ten der AO 1977 nicht aus.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 17. Okto­ber 2006 – VII R 13/​06