Gesell­schaf­ter­au­s­ein­an­der­set­zung und Grund­er­werb­steu­er

Erwirbt ein Gesell­schaf­ter einer Per­so­nen­ge­sell­schaft deren Gesamt­hands­ver­mö­gen durch Schen­kung der Antei­le der ande­ren Gesell­schaf­ter zu Allein­ei­gen­tum, ist ein dabei erfol­gen­der Über­gang von Grund­stü­cken aus dem Gesell­schafts­ver­mö­gen in das Allein­ei­gen­tum des Gesell­schaf­ters nach Maß­ga­be des § 3 Nr. 2 und des § 6 Abs. 2 GrEStG grund­er­werb­steu­er­frei.

Gesell­schaf­ter­au­s­ein­an­der­set­zung und Grund­er­werb­steu­er

Liegt in einem sol­chen Fall eine gemisch­te Schen­kung an den Erwer­ber vor, sind als Bemes­sungs­grund­la­ge der Grund­er­werb­steu­er die um den Anteil des Erwer­bers am Gesell­schafts­ver­mö­gen ver­min­der­ten Grund­be­sitz­wer­te anzu­set­zen, soweit sie nach schen­kungsteu­er­recht­li­chen Grund­sät­zen dem ent­gelt­li­chen Teil des Erwerbs ent­spre­chen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 13. Sep­tem­ber 2006 – II R 37/​05