Grund­stücks­über­tra­gung auf einen bis­he­ri­gen Mit­ei­gen­tü­mer

1. Ver­äu­ßert eine aus drei Gesell­schaf­tern bestehen­de Per­so­nen­ge­sell­schaft ein im Gesell­schafts­ver­mö­gen befind­li­ches Grund­stück an einen ihrer Gesell­schaf­ter und des­sen Ehe­frau zu je hälf­ti­gem Mit­ei­gen­tum, ist die Steu­er für den Erwerb des Gesell­schaf­ters ent­spre­chend § 6 Abs. 1 GrEStG nur nach 1/​3 der auf sei­nen Erwerb ent­fal­len­den Gegen­leis­tung zu berech­nen. Ist Bemes­sungs­grund­la­ge der Grund­be­sitz­wert, bedeu­tet dies eine Steu­er­be­rech­nung nach 1/​6 des Werts des gan­zen Grund­stücks.

Grund­stücks­über­tra­gung auf einen bis­he­ri­gen Mit­ei­gen­tü­mer

Da die (ursprüng­li­che) ver­mö­gens­mä­ßi­ge Betei­li­gung des Gesell­schaf­ters am Grund­stück in sei­nem Mit­ei­gen­tums­an­teil fort­be­steht, kann der Ehe­frau eine Steu­er­be­frei­ung nach § 6 Abs. 1 i.V.m. § 3 Nr. 4 GrEStG nicht gewährt wer­den.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 11. Juni 2008 – II R 58/​06