Kei­ne Sex-Steu­er ohne minis­te­ri­el­le Geneh­mi­gung

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Müns­ter hat heu­te in fünf Beru­fungs­ver­fah­ren ent­schie­den, dass die Erhe­bung einer Ver­gnü­gungs­steu­er auf "sexu­el­le Ver­gnü­gun­gen jeder Art in Bars, Bor­del­len, Swin­ger-Clubs oder ähn­li­chen Ein­rich­tun­gen" in der Stadt Gel­sen­kir­chen nicht recht­mä­ßig ist.

Kei­ne Sex-Steu­er ohne minis­te­ri­el­le Geneh­mi­gung

Eine sol­che Ver­gnü­gungs­steu­er darf nach dem Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­setz NRW nur erho­ben wer­den, wenn sie bei ihrer erst­ma­li­gen Erhe­bung in einer Gemein­de des Lan­des NRW vom Innen­mi­nis­ter und vom Finanz­mi­nis­ter geneh­migt wor­den ist. Das war hier nicht der Fall.

Klä­ger waren fünf Per­so­nen, die als Ver­an­stal­ter von „sexu­el­len Ver­gnü­gun­gen“ der genann­ten Art zu Steu­er­be­trä­gen von zum Teil über 10.000,– Euro im Jahr her­an­ge­zo­gen wor­den waren. Bereits das Ver­wal­tungs­ge­richt Gel­sen­kir­chen hat­te so wie nun­mehr das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­den und die Her­an­zie­hungs­be­schei­de der Stadt Gel­sen­kir­chen auf­ge­ho­ben. Die Beru­fung der Stadt Gel­sen­kir­chen gegen die­se Urtei­le des Ver­wal­tungs­ge­richts sind heu­te mit den o .g. genann­ten Urtei­len zurück­ge­wie­sen wor­den.

Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nord­rhein-West­fa­len, Urtei­le vom 18. Juni 2009 – 14 A 1577/​07 u.a.