Metho­den­aus­wahl bei der Grund­be­sitz­be­wer­tung – Ver­gleichs­wert­ver­fah­ren

Bei der Ermes­sens­aus­wahl zwi­schen dem Ver­gleichs­fak­tor­ver­fah­ren und dem Ver­gleichs­preis­ver­fah­ren im Rah­men von § 183 Abs. 1 bis 2 BewG kann sich eine Plau­si­bi­li­täts­prü­fung des Ver­gleichs­fak­tor­ver­fah­rens mit ande­ren Metho­den u. U. emp­feh­len.

Metho­den­aus­wahl bei der Grund­be­sitz­be­wer­tung – Ver­gleichs­wert­ver­fah­ren

Sol­che Umstän­de kön­nen nach gericht­li­cher Beweis­auf­nah­me mit ver­schie­de­nen Sach­ver­stän­di­gen und Anhö­rung der Ver­tre­ter des Gut­ach­ter­aus­schus­ses u. a. vor­lie­gen

  1. z. B. bei Eigen­tums­woh­nun­gen in fol­gen­den Fäl­len:
    1. bei Stell­platz­prei­sen in Stadt­tei­len mit aus­rei­chen­dem Park­raum und nied­ri­ge­rem Immo­bi­li­en­preis­ni­veau;
    2. bei Berück­sich­ti­gung des Fahr­stuhls in unte­ren Eta­gen;
    3. bei feh­len­dem Bal­kon;
    4. bei Ein­bau­kü­chen;
  2. bei ver­mie­te­ten Ein­fa­mi­li­en­häu­sern.
  3. Unter ver­wal­tungs- und ver­fah­rens­öko­no­mi­schen Gesichts­punk­ten hält das Finanz­ge­richt Ham­burg es für ange­mes­sen und zuläs­sig, dass zur Ver­mei­dung unver­hält­nis­mä­ßig teu­rer Gut­ach­ten die Strei­ter­le­di­gung gege­be­nen­falls mit­tels geeig­ne­ter Abschlä­ge geprüft wird, und zwar unter Ein­schal­tung der haus­in­ter­nen Sach­ver­stän­di­gen des Finanz­am­tes.

    Finanz­ge­richt Ham­burg, Beschluss vom 31. August 2015 – 3 K 15/​15