Neue Besteue­rung von Wohn­mo­bi­len erst ab dem 1. Janu­ar 2006

Die Kraft­fahr­zeug­steu­er für auf­ge­las­te­te Wohn­mo­bi­le kann von der Finanz­ver­wal­tung nach Ansicht des Nie­der­säch­si­schen Finanz­ge­richts ab dem 01.01.2006 geän­dert wer­den (Über­gang von der LKW-Besteue­rung zur Besteue­rung als PKW oder als Wohn­mo­bil), nicht aller­dings rück­wir­kend bereits zum 01.05.2005.

Neue Besteue­rung von Wohn­mo­bi­len erst ab dem 1. Janu­ar 2006

Mit der Auf­he­bung von § 23 Abs. 6a StVZO durch die 27. Ver­ord­nung vom 2. Novem­ber 2004, Bun­des­ge­setz­blatt I 2004, Sei­te 2712 ist die bis dahin nur für Kom­bi­na­ti­ons­kraft­wa­gen bestehen­de Son­der­re­ge­lung ersatz­los ent­fal­len. Daher kann auch die Recht­spre­chung des BFH, nach der Wohn­mo­bi­le mit einem zuläs­si­gen Gesamt­ge­wicht von über 2.800 kg ohne Rück­sicht auf Typ und Erschei­nungs­bild des Fahr­zeugs nicht als Per­so­nen­kraft­wa­gen zu besteu­ern sind, kei­ne Gel­tung mehr bean­spru­chen.

Daher darf das Finanz­amt Wohn­mo­bi­le nach Weg­fall der Vor­schrift des § 23 Abs. 6a StVZO als Wohn­mo­bi­le i.S.d. Kraft­StG n. F. oder als PKW – je nach dem jewei­li­gen Fahr­zeug­typ – ein­ord­nen und dem­entspre­chend besteu­ern.

Aller­dings schei­det eine rück­wir­ken­de Ände­rung für das Wohn­mo­bil des Antrag­stel­lers zum 1. Mai 2005 aus, weil nach der inso­weit nach­träg­lich ver­ab­schie­de­ten güns­ti­ge­ren Rege­lung durch das Kraft­StG n.F. die Besteue­rung der Wohn­mo­bi­le für den Zeit­raum bis 31. Dezem­ber 2005 noch nach altem Recht erfol­gen soll, mit­hin Wohn­mo­bi­le mit einem zuläs­si­gen Gesamt­ge­wicht von über 2.800 kg, wie bis­her, als ande­res Fahr­zeug im Sin­ne des § 8 Nr.2 Kraft­StG a.F. zu besteu­ern sind, § 18 Abs. 5 Kraft­StG n.F.

Nie­der­säch­si­sches Finanz­ge­richt, Beschluss vom 6. Febru­ar 2008 – 14 V 273/​07
Nie­der­säch­si­sches Finanz­ge­richt, Beschluss vom 7. Febru­ar 2008 – 14 V 301/​07