Poli­zei und Hun­de­steu­er

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat ent­schie­den, dass für Dienst­hun­de der Bun­des­po­li­zei kei­ne Hun­de­steu­er ver­langt wer­den kann.

Poli­zei und Hun­de­steu­er

Im Streit­fall wand­te sich ein bei der Bun­des­po­li­zei täti­ger Grenz­schutz­be­am­ter gegen die Her­an­zie­hung zur Hun­de­steu­er für einen Dienst­hund. Er ist nach der ein­schlä­gi­gen Dienst­vor­schrift für das Dienst­hun­de­we­sen der Bun­des­po­li­zei ver­pflich­tet, den ihm anver­trau­ten Dienst­hund, der im Eigen­tum der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land steht, außer­halb der Dienst­zeit selbst zu betreu­en. Dafür erhält er eine täg­li­che Zeit­gut­schrift sowie eine monat­li­che pau­scha­le steu­er­freie Auf­wands­ent­schä­di­gung. Die beklag­te Gemein­de ver­lang­te für das Hal­ten die­ses Hun­des Hun­de­steu­er.

Die ers­te Instanz hat­te den ange­foch­te­nen Bescheid auf­ge­ho­ben, der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof dage­gen die Erhe­bung der Hun­de­steu­er bestä­tigt. Es kom­me nur dar­auf an, ob der Hund in den Haus­halt des Klä­gers auf­ge­nom­men sei. Nicht von Bedeu­tung sei, ob mit der Hal­tung des Hun­des pri­va­te oder beruf­li­che Zwe­cke ver­folgt wür­den. Uner­heb­lich sei des­halb auch, dass der Dienst­herr dem Klä­ger pau­schal eine Ent­schä­di­gung für die Hal­tung des Dienst­hun­des in sei­nem Haus­halt zah­le.

Die Revi­si­on des Klä­gers hat­te Erfolg. Für einen Dienst­hund kön­ne Hun­de­steu­er nicht ver­langt wer­den, wenn die Hun­de­hal­tung sich als eine dem Dienst­herrn geschul­de­te Dienst­pflicht dar­stel­le. In die­sem Fall die­ne die Hun­de­hal­tung nicht der per­sön­li­chen Lebens­füh­rung. Nur die Ein­kom­mens­ver­wen­dung für die­sen Zweck dür­fe nach Art. 105 Abs. 2a des Grund­ge­set­zes mit einer kom­mu­na­len Auf­wand­steu­er belegt wer­den.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 16. Mai 2007 – 10 C 1.07