Rück­wir­ken­de Ver­gnü­gungs­steu­er­sat­zung

Die Rege­lung in einer städ­ti­schen Ver­gnü­gungs­steu­er­sat­zung, durch die der Steu­er­pflich­ti­ge auch für ver­gan­ge­ne Zeit­räu­me ver­pflich­tet wird, geän­der­te Steu­er­erklä­run­gen für ein­zel­ne Besteue­rungs­zeit­räu­me auf amt­li­chem Vor­druck unter Bei­fü­gung ent­spre­chen­der Bele­ge (Zähl­werk­aus­dru­cke) ein­zu­rei­chen, ist zumin­dest dann nich­tig, wenn die Steu­er­pflich­ti­gen in dem von der Rück­wir­kung erfass­ten Zeit­raum nicht ver­pflich­tet waren, die für die Steu­er­erklä­rung erfor­der­li­chen Daten auf­zu­be­wah­ren. Die in der Sat­zung fest­ge­leg­te Bemes­sungs­grund­la­ge, die in die­ser Wei­se Unmög­li­ches vor­aus­setzt, ist eben­falls nich­tig.

Rück­wir­ken­de Ver­gnü­gungs­steu­er­sat­zung

Ver­wal­tungs­ge­richt Gel­sen­kir­chen, Urtei­le vom 08. März 2007 – 2 K 4179/​03 und 2 K 2160/​04