Stun­dung von Erb­schaft­steu­er

Der Erwerb von Ver­mö­gen, des­sen Nut­zun­gen dem Schen­ker oder dem Ehe­gat­ten des Erb­las­sers oder Schen­kers zuste­hen oder das mit einer Ren­ten­ver­pflich­tung oder mit der Ver­pflich­tung zu sons­ti­gen wie­der­keh­ren­den Leis­tun­gen zuguns­ten die­ser Per­so­nen belas­tet ist, wird im Rah­men der Erb­schaft­steu­er oder Schen­kungsteu­er ohne Berück­sich­ti­gung die­ser Belas­tun­gen besteu­ert. Aller­dings ist die Erb­schaft­steu­er inso­weit zu stun­den, als sie infol­ge die­ses Abzugs­ver­bots ent­stan­den ist. Der Stun­dungs­be­trag berech­net sich aus der Dif­fe­renz zwi­schen der unter Beach­tung des Abzugs­ver­bots fest­zu­set­zen­den und der­je­ni­gen Steu­er, die ohne das Abzugs­ver­bot ent­stan­den wäre.

Stun­dung von Erb­schaft­steu­er

Wird nach § 13a Abs. 4 Nr. 2 oder 3 ErbStG begüns­tig­tes Ver­mö­gen zuge­wen­det, ist bei der Berech­nung des Stun­dungs­be­tra­ges die Belas­tung (Nut­zungs­recht) nicht mit dem vol­len Kapi­tal­wert, son­dern gemäß § 10 Abs. 6 Satz 5 ErbStG nur mit einem im Hin­blick auf die Steu­er­vergüns­ti­gun­gen des § 13a ErbStG ver­hält­nis­mä­ßig gemin­der­ten Betrag zu berück­sich­ti­gen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 6. Juli 2005 – II R 34/​03