Trak­tor oder Uni­mog? – der klei­ne steu­er­li­che Unter­schied

Ein Uni­mog ist ein uni­ver­sell ein­setz­ba­rer, all­rad­ge­trie­be­ner Klein­last­wa­gen und Gerä­te­trä­ger und kei­ne Zug­ma­schi­ne.

Trak­tor oder Uni­mog? – der klei­ne steu­er­li­che Unter­schied

Mit die­ser begrün­dung hat das Finanz­ge­richt Köln in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge einer Land­wir­tin abge­wie­sen, die für ihren "DB Uni­mog 427/​10" die Kraft­fahr­zeug­steu­er­be­frei­ung für Zug­ma­schi­nen begehr­te. Die Klä­ge­rin leg­te ein Her­stel­ler­gut­ach­ten vor, wonach der Uni­mog alle tech­ni­schen Vor­aus­set­zun­gen einer Zug­ma­schi­ne bzw. eines Acker­schlep­pers erfül­le.

Das Finanz­ge­richt Köln konn­te die­se Auf­fas­sung nicht tei­len: Denn ein Uni­mog "Uni­ver­sal-Motor-Gerät" sei ein uni­ver­sell ein­setz­ba­rer, all­rad­ge­trie­be­ner Klein­last­wa­gen und Gerä­te­trä­ger, der bei drei Sitz­plät­zen und einer Lade­flä­che mit Zula­dungs­mög­lich­keit von 3000 kg auch der Beför­de­rung von Per­so­nen und Gütern die­ne. Das Fort­be­we­gen von Las­ten durch das Zie­hen von Anhän­gern ste­he hier­bei nicht aus­rei­chend im Vor­der­grund.

Daher hat das Finanz­ge­richt die Kraft­fahr­zeug­steu­er­be­frei­ung ver­neint.
Das Urteil des Finanz­ge­richts Köln ist noch nicht rechts­kräf­tig. Auf die Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de der Klä­ge­rin hat der Bun­des­fi­nanz­hof die Revi­si­on zuge­las­sen 1

Finanz­ge­richt Köln, Urteil vom 5. März 2013 – 6 K 745/​11

  1. BFH – II B 36/​13[]