Ver­gü­tungs­be­rech­tig­ter Ver­wen­der

Ver­gü­tungs­be­rech­tig­ter Ver­wen­der im Sin­ne des Mine­ral­öl­steu­er­ge­set­zes kann nach Ansicht des Bun­des­fi­nanz­hofs nur der­je­ni­ge sein, der die mit­tel­ba­re oder unmit­tel­ba­re Sach­herr­schaft über das ein­ge­setz­te Mine­ral­öl aus­übt. Einem Unter­neh­men, das von einem ver­bun­de­nen Unter­neh­men ledig­lich die von die­sem in einer Hei­zungs­an­la­ge erzeug­te Wär­me bezieht, steht daher kein Ver­gü­tungs­an­spruch zu.

Ver­gü­tungs­be­rech­tig­ter Ver­wen­der

Auch unter Berück­sich­ti­gung der Zie­le der öko­lo­gi­schen Steu­er­re­form kom­me eine teleo­lo­gi­sche Exten­si­on des Anwen­dungs­be­rei­ches von § 25 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 MinöStG 1993 nicht in Betracht. Der Aus­schluss von Unter­neh­men, die ohne einen eige­nen Mine­ral­öl­ein­satz ledig­lich Wär­me bezie­hen, sei eine zwin­gen­de Fol­ge der Aus­ge­stal­tung des Ver­gü­tungs­ver­fah­rens und daher sys­tem­im­ma­nent.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 22. Novem­ber 2005 – VII R 33/​05