Zins­lo­ses Dar­le­hen als mit­tel­ba­re Grund­stücks­schen­kung

Bei einem zins­lo­sen Dar­le­hen ist Gegen­stand der Zuwen­dung die unent­gelt­li­che Gewäh­rung des Rechts, das als Dar­le­hen über­las­se­ne Kapi­tal zu nut­zen. Soll das Dar­le­hen nach dem Wil­len des Dar­le­hens­ge­bers der Finan­zie­rung eines Grund­stücks­kaufs die­nen, schei­det im Hin­blick auf den ein­ge­räum­ten Nut­zungs­vor­teil eine mit­tel­ba­re Grund­stücks­schen­kung aus, weil dem Dar­le­hens­neh­mer die Vor­tei­le hier­aus regel­mä­ßig erst nach der Zah­lung der Kauf­prei­se zuflie­ßen und die­se des­halb nicht mehr mit­tel­ba­rer Teil des bereits abge­schlos­se­nen Grund­stücks­er­werbs sein kön­nen.

Zins­lo­ses Dar­le­hen als mit­tel­ba­re Grund­stücks­schen­kung

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 29. Juni 2005 – II R 52/​03